INSTITUT FÜR PATHOLOGIE

Gastrointestinale Tumoren

Systematische Charakterisierung intrahepatischer Cholangiozellulärer Karzinome

Ansprechpartner: Dr. med. Katrin Hippe

Das intrahepatische cholangiozelluläre Karzinom zählt zu den aggressivsten primären Lebertumoren und ist durch eine steigende Inzidenz sowie eine schlechte Prognose gekennzeichnet. Aufgrund unspezifischer Symptome wird die Erkrankung häufig erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, wodurch kurative Therapieoptionen stark eingeschränkt sind. Neben genetischen und epigenetischen Veränderungen in den Tumorzellen spielt auch hier die Tumormikroumwelt eine entscheidende Rolle für Tumorprogression und Metastasierung. Ziel dieses Projektes ist eine systematische Charakterisierung von intrahepatischen Cholangiozellulären Karzinomen mit folgenden Fragestellungen:

  1. Überlebenszeitanalyse in Zusammenhang mit den morphologischen Charakteristika
  2. Analyse histopathologisch genutzter aktueller und zukünftiger immunhistochemischer prädiktiver Faktoren
  3. Immunzellanalyse im Tumorzentrum sowie an der Invasionsfront und Abgleich mit murinen Daten
  4. Budding-Analyse in Zusammenhang mit Neutrophile Extrazelluläre Fallen (NETs)

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit der Universitätsklinik für Gastroenterologie und Hepatologie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (Prof. V. Keitel-Anselmino).

Die Rolle von NETs im Tumormikroenvironment und bei der (Leber-) Metastasierung von gastrointestinalen Tumoren

Ansprechpartner: Dr. rer. nat. Franziska S. Karras

Gastrointestinale Tumore machen etwa 20 % aller Krebserkrankungen aus und zählen damit zu den häufigsten Tumoren. Die Haupttodesursache bei Patienten mit gastrointestinalen Tumoren ist die Metastasierung in andere Organe, wobei die Leber die häufigste Lokalisation für Metastasen ist. Neben genetischen und epigenetischen Veränderung in den Tumorzellen spielt die Tumormikroumwelt, wie bspw. Immunzellen, eine entscheidende Rolle bei der Tumorprogression und Metastasierung. In diesem Zusammenhang rücken neutrophile Granulozyten zunehmend in den Fokus der Forschung.

Neutrophile Granulozyten sind in der Lage durch einen speziellen Zelltodmechanismus, die sogenannte NETosis, neutrophile extrazelluläre Fallen (NETs) freizusetzen. Diese NETs bestehen aus dekondensierter DNA, Histonen und antimikrobiellen Peptiden. Ursprünglich dienen NETs zur extrazellulären Abwehr von Pathogenen. In den letzten Jahren konnte festgestellt werden, dass NETs auch eine pathophysiologische Rolle bei Tumorerkrankungen spielen, indem sie unter anderem die Adhäsion, Migration und das Überleben von Tumorzellen fördern und so zur Metastasierung beitragen können. Im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes untersuchen wir den Einfluss von NETs auf gastrointestinale Tumoren, insbesondere auf das Kolonkarzinom, Pankreaskarzinom und Cholangiozelluläre Karzinom. Dabei liegen folgende Fragestellungen im Fokus:

  1. Begünstigen oder verhindern NETs die Metastasierung gastrointestinaler Tumoren?
  2. Kommunikation mit Tumorzellen: Beeinflussen NETs die Genexpression in gesunden Zellen und Tumorzellen?
  3. Begünstigen NETs das Wachstum von Zellen mit einem bestimmten Mutationsprofil?
  4. Können deregulierte Faktoren für Therapien ausgenutzt werden?

Methodisch kommt bei diesem Projekt ein breites Spektrum zum Einsatz. Der Schwerpunkt liegt auf Zellkultur-basierten Methoden, wobei sowohl etablierte Zelllinien gastrointestinaler Tumore als auch primäre patientenabgeleitete Zellkulturen Verwendung finden. Zudem werden umfassende molekularbiologische Analysen auf DNA-, RNA- und Proteinebene durchgeführt, wie bspw. Expressionsanalysen, funktionelle Assays und verschiedene Färbe- und Nachweismethoden.

Bei Interesse an einer Doktorarbeit zu diesem Projekt können Sie sich gerne an Frau Dr. Karras wenden: franziska.karras@med.ovgu.de

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit der Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg (Dr. M. Dölling).

Letzte Änderung: 17.03.2026 - Ansprechpartner:

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